Das Hamburger Sammelsurium

Hamburg ist die zweitgrößte Stadt in Deutschland. Die Freie und Hansestadt Hamburg ist ein Stadtstaat, hat ca. 1,79 Millionen Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von 755 Qkm.

Hamburg liegt 110 Km elbaufwärts an der Mündung der Alster in die Elbe.

Der Einfluss des Golfstroms beschert Hamburg ein maritimes Klima mit milderen Wintern und weniger heissen Sommern als im Binnenland. Gelegentlich regnet es auch, mache sprechen sogar davon, dass es ziemlich oft regnet, aber das ist umstritten. Niedrige Temperaturen und Regen nennt der Hamburger Schietwedder.

Riskieren Sie einen Blick vom Turm der Hauptkirche St. Michaelis, dem Michel oder schauen Sie sich die Alsterbrücken Hamburgs an.

Fritz Schumacher

Fritz Schumacher (1869-1947), berühmter Architekt und Beförderer neuer, moderner Backsteinbauweise war von 1909 bis 1920 Baudirektor in Hamburg. Von 1920 – 1923 als Stadtplaner nach Köln beurlaubt, kehrte er 1924 nach Hamburg zurück und stand bis 1933 der neugegründeten Abteilung für Städtebau vor.

Herausragende Bauten in Hamburg sind das Museum für Hamburgische Geschichte, die Finanzdeputation am Gänsemarkt, die Handwerkskammer, die Davidwache an der Reeperbahn, das Johanneum, die Hochschule für bildende Künste am Lerchenfeld, der Wasserturm im Stadtpark, das heutige Planetarium und viele weitere Gebäude.

Auch auf dem Ohlsdorfer Friedhof gibt es Gebäude von Fritz Schumacher: Die Kapelle 13 und das Krematorium.

Als Stadtplaner gestaltet Fritz Schumacher maßgeblich die Jarrestadt, die Siedlung Dulsberg, die Siedlung Langenhorn, Wohngebäude auf der Veddel, das Kontorhausviertel und vieles mehr.

Das Krematorium, 1933, Architekt: Fritz Schumacher.

Das Krematorium, 1933, Architekt: Fritz Schumacher.

Kapelle 13, 1927/1928, Architekt: Fritz Schumacher.

Kapelle 13, 1927/1928, Architekt: Fritz Schumacher.

Das Planetarium im Gebäudes des alten Wasserturms.

Das Planetarium im Gebäudes des alten Wasserturms.

Emil-Krause-Gymnasium in Dulsberg

Emil-Krause-Gymnasium in Dulsberg

Finanzdeputation am Gänsemarkt

Finanzdeputation am Gänsemarkt

Handwerkskammer am Holstenwall

Handwerkskammer am Holstenwall

Senatsgehege

Das Senatsgehege ist kein Käfig für die Landesregierung der Freien und Hansestadt Hamburg sondern ein abgegrenzter Bereich im Rathaus, in dem der Hamburger Senat seiner Arbeit nachgeht.

Ein Senatsgehege gab es schon im Mittelalter und Gehege wird hier im Sinne von Einfriedung gebraucht und meint, dass niemand sich bewaffnet dem Rat der Stadt nähern durfte.

Kleinbahnhof Wohldorf

Die Strecke Alt-Rahlstedt – Volksdorf der Kleinbahn von Alt-Rahlstedt – Volksdorf – Ohlstedt – Wohldorf wurde 1904 eröffnet um die Verkehrsanbindung der damals noch nicht hamburgischen Walddörfer zu verbessern. 1907 wurde die Strecke bis nach Wohldorf ausgebaut und ab 1912 hieß die Bahn dann offiziell Elektrische Kleinbahn Alt-Rahlstedt – Volksdorf AG.

Durch die Konkurrenz der ab 1914 gebauten Walddörferbahn musste der Personenverkehr auf der Strecke Alt-Rahlstedt – Volksdorf bereits 1923 wieder aufgegeben werden. Der Güterverkehr wurde noch bis 1934 weitergeführt. Von 1934 bis 1961 wurde die Strecke Ohlstedt – Wohldorf noch betrieben und dann aufgegeben.

Heute ist nur noch das Empfangsgebäude der nördlichen Endstation in Wohldorf erhalten.

Empfangsgebäude Kleinbahnhof Wohldorf

Empfangsgebäude Kleinbahnhof Wohldorf

Empfangsgebäude Kleinbahnhof Wohldorf

Empfangsgebäude Kleinbahnhof Wohldorf mit Laderampe

Alte Schwellen am Kleinbahnhof Wohldorf

Alte Schwellen am Kleinbahnhof Wohldorf

Ehemaliger Trassenverlauf durch den Wohldorfer Wald

Ehemaliger Trassenverlauf durch den Wohldorfer Wald

Bahntrasse nahe der ehemaligen Haltestelle „Tannenallee“

Bahntrasse nahe der ehemaligen Haltestelle „Tannenallee“ am Mühlenredder

Umgebungsplan am nahen Parkplatz

Umgebungsplan am nahen Parkplatz

Schauermann

Schwarze Schauerleute im Hamburger Hafen um 1900

Schwarze Schauerleute im Hamburger Hafen um 1900

Nicht dass einem beim Anblick eines Schauermannes die Schauer über den Rücken laufen, der Name entstand aus dem Niederländischen Wort sjouwen (hart arbeiten, schleppen) und wurde für den Hafenarbeiter gebraucht.

Schauermänner waren für das Löschen und Laden der Schiffsladungen zuständig. Organisiert in sogenannten Gangs arbeiteten Sie unter ihrem Vorarbeiter, dem Stauervize.

Je nach Einsatzgebiet gab es spezielle Bezeichnungen, wie zum Beispiel für die schwarzen Schauermänner, die beim Kohleumschlag arbeiteten.

Quelle Bild: „Hamburger Hafen 1899 Loeschen von Nusskohlen“ von Johann Hamann (1859-1935) – Johann Hamann: „Arbeit im Hafen. Hamburg 1889-1911“. Ausgewählt von Walter Uka, Nishen-Verlag, Berlin-Kreuzberg 1984, S. 8. ISBN 3-88940-206-2. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Duckdalben

Duckdalben oder Dalben sind Pfähle die allein oder in Gruppen in den Schlick des Hafens gerammt werden um Schiffen die Möglichkeit zum Festmachen auch abseits der Kaianlagen zu geben. Sie dienen auch zum Führen und Abweisen von Schiffen am Rande der Fahrrinnen und zum Schutz und zur Stabilisierung von Anlegern und Pontons.

Waren es früher ganze Baumstämme die angespitzt in den Boden gerammt wurden, sind Duckdalben heute meist aus Stahl.

Die Herkunft des Wortes Duckdalben ist unklar. Es wird eine Verbindung zum niederländischen duiken oder dem niederdeutschen duken, beides steht für tauchen, vermutet.

Eine Hamburger Institution für Seeleute aus aller Herren Länder ist der Duckdalben – international seamen´s club von der Deutschen Seemannsmission Hamburg-Harburg e.V. in der Zellmannstr. 16. Seit mehr als 25 Jahren werden dort Seeleute betreut und ihnen geholfen ihre wenige Freizeit abseits vom Schiff sinnvoll zu gestalten, in Ruhe über Telefon oder Internet mit ihren Familien Kontakt aufzunehmen und den einen oder anderen kleinen Einkauf zu tätigen. Es gibt auch eine Bar die auch Nicht-Seeleuten offen steht.

Duckdalben am Schlepperhafen

Duckdalben am Schlepperhafen

Duckdalben am Anleger Blankenese

Duckdalben am Anleger Blankenese

Duckdalben an den Landungsbrücken

Duckdalben an den Landungsbrücken

Duckdalben am Altonaer Fischmarkt

Duckdalben am Altonaer Fischmarkt

Duckdalben am Yachthafen

Duckdalben am Yachthafen

Duckdalben an der Lotsenstation

Duckdalben an der Lotsenstation

Duckdalben vor der Rathaus Schleuse

Duckdalben vor der Rathaus Schleuse

Duckdalben vor der Schaartor Schleuse

Duckdalben vor der Schaartor Schleuse

Duckdalben an der Otto-Sill-Brücke

Duckdalben an der Otto-Sill-Brücke

Duckdalben in der Süderelbe

Duckdalben in der Süderelbe

Duckdalben in der Billwerder Bucht

Duckdalben in der Billwerder Bucht

Duckdalben mit Möwe auf dem ehemaligen Veddeler Markt

Duckdalben mit Möwe auf dem ehemaligen Veddeler Markt

Duckdalben in der Billwerder Bucht

Duckdalben in der Billwerder Bucht

Duckdalben in der Bille

Duckdalben in der Bille

Duckdalben in der Bille

Duckdalben in der Bille

Duckdalben in der Bille

Duckdalben in der Bille

Duckdalben im Geesthachter Schleusenkanal

Duckdalben im Geesthachter Schleusenkanal

Duckdalben vor der Fischauktionshalle

Duckdalben vor der Fischauktionshalle

Duckdalben am Niedernhafen

Duckdalben am Niedernhafen

Friedhof Ohlsdorf

Als Ersatz für die innerstädtischen Begräbnisplätze als Zentralfriedhof draußen vor der Stadt geplant, wurde der 1877 eröffnete Friedhof Ohlsdorf nach mehreren Erweiterungen mit nunmehr 400 Hektar zum größten Parkfriedhof der Welt.

Auf dem Friedhof gibt es mehr als 450 verschiedene Gehölzarten, 15 Teiche und Gewässer und ein eigenes Straßennetz von 17 Kilometern mit 2 Buslinien. Für Trauerfeiern stehen 12 Kapellen, Kapelle 1 – 13 und 3 Feierhallen zu Verfügung. Eine Kapelle 5 gibt es nicht mehr, sie ist 1940 abgebrannt und nicht wieder aufgebaut worden.

Besonders sehenswert sind die zum Teil jahrzehntealten, blühenden Rhododendren Anfang Juni.

Haupteingang zum Ohlsdorfer Friedhof an der Fuhlsbüttler Straße.

Haupteingang zum Ohlsdorfer Friedhof an der Fuhlsbüttler Straße.

Rückseite des Verwaltungsgebäudes von 1910.

Rückseite des Verwaltungsgebäudes von 1910.

Rhododendren und Kiefern.

Rhododendren und Kiefern.

Der Wasserturm von 1898 an der Cordesallee.

Der Wasserturm von 1898 an der Cordesallee.

Wasserbehälter mit Unterstand am Nordring.

Wasserbehälter mit Unterstand am Nordring.

Friedhofsplan.

Friedhofsplan.

Kapelle 1, 1965.

Kapelle 1, 1965.

Kapelle 2 von 1886, ältestes Friedhofsgebäude.

Kapelle 2 von 1886, ältestes Friedhofsgebäude.

Kapelle 3, 1894.

Kapelle 3, 1894.

Kapelle 4, 1898.

Kapelle 4, 1898.

Kapelle 6, 1905.

Kapelle 6, 1905.

Kapelle 7, 1908.

Kapelle 7, 1908.

Kapelle 8, 1912.

Kapelle 8, 1912.

Kapelle 9, 1917 als Notkapelle in Holzbauweise errichtet und bis heute in Gebrauch.

Kapelle 9, 1917 als Notkapelle in Holzbauweise errichtet.

Kapelle 10, 1983.

Kapelle 10, 1983.

Kapelle 11, 1951.

Kapelle 11, 1951.

Kapelle 12, 1923 als Notkapelle errichtet.

Kapelle 12, 1923 als Notkapelle errichtet.

Kapelle 13, 1927/1928, Architekt: Fritz Schumacher.

Kapelle 13, 1927/1928, Architekt: Fritz Schumacher.

Der anonyme Urnenhain.

Der anonyme Urnenhain.

Das Krematorium, 1933, Architekt: Fritz Schumacher.

Das Krematorium, 1933, Architekt: Fritz Schumacher.

 

Blankeneser Treppenviertel

Wer hier zu tun hat, muss gut zu Fuß sein und wer hier wohnt – erst recht. Alles zum Leben Notwenige muss per pedes nach Hause gebracht werden. Und Retour: Mülltüten, Leergut und Altglas müssen zur nächsten Straße gebracht werden. Und die ist hier mitunter ganz schön viele Treppenstufen weit entfernt.

Die einzige Straße die das Treppenviertel durchquert ist die Blankeneser Hauptstraße und die ist so steil und hat so enge Kurven, dass nur besonders kurze Busse hier verkehren – der starken Steigungen wegen auch Bergziegen genannt.

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Blankeneser Treppenviertel

Alter Elbtunnel

Er ist der ältere der beiden Elbtunnel in Hamburg, von 1907 bis 1911 für rund 10 Mio. Goldmark gebaut. Der Alte Elbtunnel sollte den Arbeitern der am südlichen Ufer der Elbe gelegenen Werften den Weg zu Ihrem Arbeitsplatz zu erleichtern und die bis dahin verwendeten Fähren entlasten.

Der Alte Elbtunnel ist 426,5 Meter lang und der Durchmesser der beiden Tunnelröhren beträgt 6 Meter. Vorgabe war, dass ein Fuhrwerk mit aufgestellter Peitsche durch den Tunnel passen sollte.

Kopfgebäude am Nordufer bei den St. Pauli-Landungsbrücken.

Kopfgebäude am Nordufer bei den St. Pauli-Landungsbrücken.

Die rechte Tunnelröhre Richtung Steinwerder.

Die rechte Tunnelröhre Richtung Steinwerder.

Aufzüge an der Tunnelsohle.

Aufzüge an der Tunnelsohle.

Alter Schwede

Der Alte Schwede am Strand von Övelgönne

Der Alte Schwede

Der Alte Schwede ist ein ca. 217 Tonnen schwerer Findling aus schwedischem Granit, den eiszeitliche Gletscher nach Hamburg transportiert haben.

Gefunden 1999 bei Baggerarbeiten zur Vertiefung der Elbe, waren mehrere Bergungsversuche nötig um den mehr als 5 Meter breiten und über 4 Meter hohen Stein zu heben und vor Övelgönne auf den Strand zu setzen.

Chilehaus

Das Chilehaus wurde 1922 – 1924 von Fritz Höger für den Hamburger Reeder Henry B. Slomann als Kontorhaus gebaut und gilt als Musterbeispiel der expressionistischen Klinkerbauweise der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Henry B. Slomann war im Handel mit chilenischem Salpeter reich geworden.

Für die Fassade wurden 4.8 Millionen Bockhorner Ausschussklinker verwendet. Ihre, wie Höger sagte, „natürliche Knubberigkeit“ sollte dem riesigen Bau die „Erdenschwere“ nehmen und Beschwingtheit verleihen.

Die charakteristische, nach Osten weisende Spitze des Chilehaus.

Die charakteristische, nach Osten weisende Spitze des Chilehaus.

Südflanke zur Straße Meßberg/Pumpen.

Südflanke zur Straße Meßberg/Pumpen.

Blick über den Burchardplatz auf die Nordseite des Gebäudes

Blick über den Burchardplatz auf die Nordseite des Gebäudes

Die Fischertwiete wurde vollständig überbaut.

Die Fischertwiete wurde vollständig überbaut.

Eingang zum Haus A von der Fischertwiete aus.

Eingang zum Haus A von der Fischertwiete aus.

Südflanke zur Straße Meßberg/Pumpen.

Südflanke zur Straße Meßberg/Pumpen.

Die charakteristischen Bockhorner Klinker.

Die charakteristischen Bockhorner Klinker.

Bild vom Eingang zum Haus C.

Bild vom Eingang zum Haus C.

Treppenhaus C.

Treppenhaus C.

Fassadendetail.

Fassadendetail.